Erziehungskonzept

Im Schulgesetz wird das Recht auf Erziehung – neben dem Recht auf Bildung und individuelle Förderung – formuliert. Dem wollen wir an unserer Schule Rechnung tragen. Die Kinder sollen zu Respekt vor anderen Menschen, zu Verantwortung und Hilfsbereitschaft, zu Konflikt- und zu Kooperationsfähigkeit erzogen werden. Damit dieser Erziehungsauftrag sinnvoll umgesetzt werden kann, ist es wichtig, dass Lehrer, Schüler und Eltern zusammen arbeiten.

Die Kinder, die zu uns an die Schule kommen, sollen zu mündigen Menschen erzogen werden. Sie kommen aus Familien mit oft unterschiedlichen Erziehungs- und Wertevorstellungen. Um miteinander leben und lernen zu können, gelten an unserer Schule verbindliche Regeln, Umgangsformen und Werte. Die Kinder sollen sich hier ernst- und angenommen fühlen und ihre Individualität entfalten können. Sie werden dazu angeleitet, eigene Bedürfnisse zu artikulieren, aber auch eigene Grenzen und die der anderen anzuerkennen, Konflikte auf angemessene Weise zu bewältigen, zwischen Personen und Handlungen zu unterscheiden und schrittweise zu einem gewinnbringenden Miteinander zu gelangen. Dies sind die Ziele unseres Erziehungskonzeptes, wobei deren Erarbeitung, Umsetzung und Verbesserung als stetiger Prozess zu verstehen ist. 

In den Klassenpflegschaftsversammlungen wird den Eltern das Erziehungskonzept vorgestellt. Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer erläutert die für die jeweilige Lerngruppe geltenden Regelungen und Verfahrensweisen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Eltern zum Gelingen des Konzeptes beitragen können, indem sie Kontakt zur Schule halten zum Beispiel durch tägliche Einsicht in das Hausaufgaben- bzw. Mitteilungsheft.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Erziehungsberechtigten ihr Kind und die Lehrer dahin gehend unterstützen, die „äußeren Rahmenbedingungen“ zu schaffen und einzuhalten. Dazu gehören u.a. die regelmäßige Kontrolle aller Materialien und Schulsachen, ein gesundes Frühstück, Pünktlichkeit, eine Abmeldung des Kindes im Krankheitsfall.

Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule wollen den Schülern helfen, Konflikte selbstständig und gewaltfrei zu lösen. Als pädagogische Maßnahmen werden Klassen- und Schulregeln in gemeinsamen Gesprächen vereinbart und Konsequenzen bei Regelverstößen aufgezeigt. Falls erforderlich werden Verstärkerpläne eingesetzt, die ein Kind unterstützen sein positives Verhalten zu festigen.  Darüber hinaus lernen die Schüler verschiedene Strategien der Konfliktbewältigung kennen und trainieren sie, wie zum Beispiel die „Stopp-Hand“, das „Ich-bin-sauer-Gespräch“ oder den Klassenrat. Auch dies wird bei Bedarf auf den Klassenpflegschaftsversammlungen angesprochen.

Gemeinsam gefundene Regeln und getroffene Absprachen geben den Kindern Sicherheit und Geborgenheit. Wenn alle sich bemühen, sich an die vereinbarten Regeln zu halten und freundlich miteinander umzugehen, kann sich jeder in unserer Schule wohl fühlen. Dies ist die Basis für erfolgreiches Lernen und Arbeiten.

Nähere Informationen erhalten Sie auf Wunsch von der Klassenlehrkraft oder der Schulleitung.